Mittwoch, 30. Juli 2014

Alles VOR der Abreise!

Da ich bisher wenig bis garnichts dazu geschrieben habe, was so vor dem Auslandsjahr geschieht, widme ich diesen Post allem was zwischen der Bewerbung und dem endgültigem Abflug passiert und was man selbst macht und machen sollte.



Also der erste Schritt ist die BEWERBUNG:

Die Bewerbung ist wie man erwartet eine langwierige Prozedur, bei der man sehr viel über sich selbst und das eigene Leben schreiben muss und außerdem auch viele Dokumente verschicken muss. Jedenfalls ist das so bei der Organisation YFU (Youth for Understanding), mit der ich glücklicherweise auch mein Austauschjahr machen darf. Dazu später mehr. Jedenfalls ist diese Bewerbung nichts was man einfach mal so in einer Minute zusammenschreibt. Kann man zwar, sollte man aber nicht wenn man ernsthaft genommen werden will. :D Diese eine Sache sollte einem aber auf keinen Fall davon abhalten es zu versuchen und sich dort zu bewerben. Ich sage euch: Diese ganze Schreiberei wird sich dann auch sicher Lohnen. Dazu muss ich außerdem auch zugeben, dass das meine persönliche Meinung ist und diese nicht ganz objektiv ist. Es ist also die Meinung von einer Person, die das Schreiben nicht ganz so cool findet und auch gerne Sachen vor sich herschiebt, was ich natürlich auch bei der Bewerbung gemacht habe, was heißt dass ich sie kurz vor Ablauf der Frist erst abgeschickt habe. Man kann dabei aber entscheiden ob man die Bewerbung schriftlich oder online auf der Tastatur schreiben möchte (Ich habe Ersteres gewählt).
 Diese Version war auf jeden Fall sehr übersichtlich und man kannte sich sofort aus, also nochmal großes Lob an YFU! Das ist nicht selbstverständlich, da ich mich am Anfang auch noch bei AFS beworben habe und deren Version nicht ganz so übersichtlich war. Eine Info am Rändle dazu: AFS soll auch eine sehr gute Orga sein! Ich fliege nur nicht mit AFS, weil mich YFU schon vor AFS angenommen hatte. Das war bevor ich überhaupt ein Auswahlwochenende (nächster Schritt nach der Bewerbung bei AFS) bekommen hatte. Dazu muss ich auch sagen, dass ich mich bei YFU schon ziemlich früh beworben habe (nämlich als die Bewerbung für 2014/15 verfügbar war ;D )
Eine angenommene Bewerbung führt einen dann zum nächsten Schritt..



..und zwar dem AUSWAHLINTERVIEW:

Ja, die Bewerbung ist nicht das Einzige was man machen muss damit man angenommen wird. Wenn du mit deiner Bewerbung überzeugt hast und die Orga sieht dass man sich nicht einfach zum Spaß dort beworben hat, wird man zum Auswahlinterview eingeladen (bei AFS auch ein ganzes Wochenende!).
Dafür werden auch relativ viele eingeladen, damit sich die Leute die einem so etwas ermöglichen sollen auch ein eigenes Bild von einer Person schaffen können. Ich muss sagen das hört sich wirklich schlimmer an als man denkt. Man stellt sich vor dass alles total streng ist und man über alles Mögliche ausgequetscht wird, aber das stimmt NICHT. Denn in Wirklichkeit ist das alles ziemlich locker (bei YFUzumindest). Die Leute die dich sozusagen "inspizieren" sollen sind alle total nett und wollen auch bloß dass Beste für euch. Meistens sind das auch Ehrenamtliche, das heißt, dass sie das Interview mit euch gerne und freiwillig machen. Also kein Stress! Viel vorbereiten solltet ihr euch außerdem auch nicht denn das Auswahltinterview ist keine Ausfrage, bei der ihr etwas Falsches sagen könnt. Die Ehrenamtlichen schauen bloß ob ihr für ein ATJ geeignet seid.
Das Ganze läuft folgendermaßen ab: Man bekommt ein Brief mit der Adresse wo man hin soll (meist in der Nähe von euch). Dort kommt man dann mit ca. 5 anderen Bewerbern in eine Gruppe, welche von jemandem, der meist auch erst vor Kurzem im Ausland war "betreut" wird. Diese Person kümmert sich erstmal um alle und beruhigt Einen ganz lieb. Die Interviews sind außerdem nicht länderspezifisch. Als nächstes bekommt man eine Aufgabe die man zusammen in der Gruppe machen soll und dann kommt das Gruppengespräch. Dort werden auch verschiedene Fragen gestellt die Einen aber nicht selbst betreffen. Oft muss man mit den anderen Bewerbern vor den Mitarbeitern über etwas diskutieren. Als letztes kommt das Einzelgespräch. Dabei gehst du alleine in einen Raum wo die Ehrenamtlichen schon auf dich warten. Du bekommst mehrere persönliche Fragen gestellt. Natürlich wieder alles schön nett und locker, also keine Angst! Man kann ehrlich gesagt wenig bis nichts Falsches sagen. Kommentare wie "die haben sich da alle an mich anzupassen" sind natürlich nicht ganz so vorteilhaft ;) Ihr wisst was ich meine und wenn man dann überzeugt hat bekommt man



DIE ZUSAGE:
Bis man die bekommt, kann es natürlich ein wenig dauern. Falls ihr eine Absage bekommt: Seid nicht traurig. Bewerbt euch am Besten bei mehreren Organisationen gleichzeitig, dann ist die Chance auch viel höher dass ihr die Chance auf ein ATJ bekommt.



Nach der Zusage geht's dann auch weiter mit den PLATZIERUNGSUNTERLAGEN und gegebenenfalls den STIPENDIUMSUNTERLAGEN:



Die Platzierungsunterlagen sind Dokumente, die man auszufüllen hat damit die Orga einem auch eine geeignete Familie suchen kann. Also nützt es einem nichts die Antworten auf die Fragen einfach hinzuklatschen da es euch so kaum zu Gute kommt. Wie immer ist das ganz schön viel Schreibzeug (YEEEEY, noch mehr Schreibzeug! :D), aber da es nur zu meinem Besten ist, mache ich das ja gerne. Zu den Platzierungsunterlagen gehört aber nicht nur der Teil für die Gastfamilien- Suche, sondern auch ärztliche Dokumente, schulische Dokumente und alles Mögliche. Das macht natürlich extrem viel Spaß mit den ganzen Arztbesuchen. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll, muss ich zugeben, dass ich die Frist 2x verschoben habe, weil ich wie oben gesagt, gerne Sachen vor mir herschiebe. :D Aber ok, ich weiß, dass das alles für meine unbezahlbare Reise ist,die mir so viel Gutes bringen wird.
Die Stipendiumsunterlagen waren dann als Nächstes dran. Diese müssen auch bloß von denen bearbeitet werden, die ein Stipedium brauchen. Ich beispielweise brauche eins und hab zum Glück auch das Aumüller- Stipendium bekommen, wofür ich auch wirklich dankbar bin. Für diese Unterlagen braucht man auch eigentlich bloß verschiedene Zahlen für die Gehaltsangaben und so Sachen. Wenn man das geschafft hat, sind alle Schreibsachen erfolgreich erledigt und man kann sich auf eine schöne Zeit freuen....



....wie die Vorbereitungstagung (VBT)
die VBT dauert ca. eine Woche (von Orga zu Orga verschieden) und ist wirklich eine unvergessliche und unbeschreibliche Zeit, in der man so viele neue Leute kennen lernt und in der man in nur einer Woche Leute so ins Herz schließt. Meistens halten diese Freundschaften wirklich lange. Diese VBT ist länderspezifisch und bereitet um die 40 Austauschschüler vor. Man stellt sich das meistens auch anders vor als es ist, aber darüber werde ich auch nicht viel schreiben, da man diese Tagung auch nur schwer erklären kann. Außerdem möchte ich auch, dass ihr euch überraschen lasst. Was ich auf jeden Fall sagen kann ist, dass es eine tolle Zeit ist, welche euch nicht enttäuschen wird!:)



Und danach kommen verschiedene Briefe mit Informationen über dein Auslandsjahr und natürlich auch die Gastfamilie, was natürlich dauern kann. Zum Beispiel hab ich meine noch nicht :D
Ich bin schon so gespannt wo ich in Uruguay hinkommen und mein Auslandsjahr machen werde. Ich kann mich nur überraschen lassen und hoffen, dass ich mit meiner Gastfamilie klar kommen werde. Aber darüber mache ich mir auch gar nicht mal so viele Sorgen. Das wird schon klappen! Lange ist es nicht mehr bis zum Abflug am 14.07.!



Ich hoffe ihr habt schon mal einen guten Überblick über die Zeit vor der Abreise und CIAO.








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